Transportwesen: Tag 10

Es ist Samstag und ich werde heute von einem Fahrer zurück nach Goma gebracht. Wir müssen zuerst einen Huegel überqueren und habe einen sehr schönen Blick auf Masisi. 

Blick auf Masisi

Die Strasse ist schwierig befahrbar, da es viel geregnet hat und alles sehr matschig ist. Viele Menschen sind heut unterwegs, da Markttag ist. Es werden Lebensmittel auf dem Kopf, zufuss oder mit dem Moped transportiert. Auch Fahrräder oder Holzlastenraeder  sind im Einsatz. Aber heute sind auch sehr viele Autos und LKWs auf der Strecke, es scheint ein beliebter Reisetag zu sein, aber es gibt quasi nur eine Spur und wenn darauf ein LKW im Matsch stecken bleibt, geht nix mehr. 

Dann hilft nur eines, die Ladung mind. teilweise abladen und mit vereinfachten Kräften die Räder freischaufeln und mit Kies unterfüttern. Dies kann schon mal eine Stunde oder länger dauern und solange geht auf dieser Strasse nix mehr und es bildete sich eine lange Autoschlange. Aber die Mopeds und Fußgänger nutzen schmale Passagen und können ihre Fahrt/Fussweg fortsetzen.

Wegen mehrerer solcher „blockages“ brauchen wir sechs Stunden für die 80km, aber immerhin kommen wir gesund und ohne Panne an.

Ich bin wieder Gast bei JRS und nach der Dusche werde ich von M. angerufen und wir gehen noch gemeinsam mit S. in die „Nyumbani Lounge“. Das Essen hier ist gut, wie auch im „Le Chalet“, aber in beiden ist das Preisniveau europäisch. Hier trifft man viele Ausländer, die für NGOs oder Munesco arbeiten. M., S. und ich tauschen aus, was wir jeweils so erlebt haben und sind nun schon das dritte Mal zu dritt unterwegs.

Autor: Jutz_2017

Geboren 1961 und beruflich als E-Ing. (FH) in der Automatisierungstechnik tätig. Glücklich verheiratet und Vater von vier erwachsenen Töchtern. Ich engagiere mich gerne im Fairen Handel und in der Flüchtlingsarbeit. Religiös bin ich in der kath. Kirche aufgewachsen und fühle mich in der igantianischen Spiritualität zuhause. Der Interreligöse Dialog mit Muslimen, Hindus und Anderen ist mir wichtig geworden, die Ökumene ist mir eine Selbstverständlichkeit.

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