NGOs in Goma: Tag 5

Es sollen in Goma über 160 NGOs vertreten sein. Viele leisten sicher gute und wertvolle Arbeit, aber braucht es wirklich diese Masse? 

Ich bin beim JRS zu Gast und bekomme am Anfang eine Präsentation von M. über die Strukturen und Aktivitäten. In Afrika arbeitet der JRS in vier Regionen: Ost-, West-, Sued-Afrika und in der Region „Grosse Seen“, zu der gehört: D.R. Congo, Ruanda, Burundi, Tansania und in dieser Region werden  ca. 131.000 Flüchtlinge vom JRS betreut und dies von nur vier Jesuiten, die natürlich noch hauptamtliche Laien zur Unterstützung haben. 

Beim Abendspaziergang  laufen an dem grossen Areal der Monusc entlang und sehen wieviele edle Häuser dort entstehen, keine 1000 Meter weiter leben die Menschen in Blechhuetten. Unterwegs begegnen uns mehrere Strassenkids, es gibt in Goma davon viele Tausend. Die Salesianer Don Bosco unterhalten in Goma ein Zentrum, in dem 2000 Strasdenkids leben. Beim Schreiben dieser Zeilen kommt mir dann wieder der Blick des fünfjährigen Jungen, der uns in der Dämmerung traurig erzählt, das er heute noch nichts verkauft hat. Er streckt uns drei Turnschuhe entgegen und meint wir sollten ihm diese doch abkaufen. Wir brauchen aber keine Schuhe und auch von den Jesuiten höre ich den Satz: 

“ Wir können nicht allen helfen.“

Autor: Jutz_2017

Geboren 1961 und beruflich als E-Ing. (FH) in der Automatisierungstechnik tätig. Glücklich verheiratet und Vater von vier erwachsenen Töchtern. Ich engagiere mich gerne im Fairen Handel und in der Flüchtlingsarbeit. Religiös bin ich in der kath. Kirche aufgewachsen und fühle mich in der igantianischen Spiritualität zuhause. Der Interreligöse Dialog mit Muslimen, Hindus und Anderen ist mir wichtig geworden, die Ökumene ist mir eine Selbstverständlichkeit.

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