CVX St. Ignace: Tag 18

Morgens ist Gottesdienst in der grossen Kapelle und der Platz reicht nicht, vor der Kapelle stehen weitere Menschen.Ich wurde von W. vorgewarnt und es ist gut, dass ich 20 Minuten vorher da bin. Es finden noch mehrere Gottesdienste statt und den ganzen Tag kommen viele Gruppen zu Besinnungstagen und man hört viel Gesang und sieht Viele im Gespräch.  

Dankenswerterweise hat mir W. einen Kontakt zur GCL (=CVX) Bukavu vermittelt. Sie kommen zu viert alle aus der Gruppe St. Ignace: Babou, Paulin, Lefranc, Masudi

Die vier Männer sind alle verheiratet und sind mit ihren vier Frauen zu acht die Basis der Ignace-Gruppe, die manchmal noch von weiteren Paaren besucht wird. Sie treffen sich alle zwei Wochen sonntags oder samstags, da Einige weit weg arbeiten müssen und nicht mal jedes Wochenende daheim sind. Da drei Paare Kinder haben(in Summe sind es zwölf), fühle ich mich an meine Baustellenzeit erinnert, ich kenne die Schwiergkeiten einer Wochenendfamilie. Alle vier Monaten goennen sie sich als Gruppe einen Einkehrtag. Ich erzähle ihnen von meinen Beweggründen der Reise und auch von dem GCL-Treffen in Barcelona im April, zu welchem Ingrid und ich gehen werden. Dort wird es um die Aktivitäten der europäischen GCL im Bereich Flüchtlingsarbeit gehen. Ich erzähle auch von der Fluechtlingssituation in Deutschland und was ich schon in Masisi sehen durfte. Dann erzählen sie mir von ihren GCL-Aktivitaeten und ich bin tief beeindruckt. Sie wählen immer wieder neue Projekte aus und besuchen Menschen im Gefängnis oder im Krankenhaus oder unterstützen eine Alleinerziehende mit fünf Kindern.

Ich erfahre, dass derzeit zwei Mio mehr in Bukavu leben, da es in den Dörfern ringsum nicht mehr sicher ist und viele Menschen in die Stadt fliehen. Daraus ergeben sich natürlich Folgeprobleme wie, Schwierigkeiten bei der Wohnungs- und Arbeitssuche und die Ernährung der vielen Menschen.

Gegen Ende Überlegenheit wir, welche Impulse ich mit nach Barcelona oder Deutschland nehmen kann. Da ich noch eine Woche in Bukavu sein darf, werden sich meine CVX-Freunde noch ueberlegen, wo sie mich noch hinführen können. Wir tauschen also noch unsere Kontakte aus und da ich der Aelteste bin, die vier sind zw. 40 und 49, schlage ich mal vor, dass wir uns duzen. Sehr dankbar verabschiede ich die vier dann,  damit ihre Familien auch noch etwas von ihnen haben.

Autor: Jutz_2017

Geboren 1961 und beruflich als E-Ing. (FH) in der Automatisierungstechnik tätig. Glücklich verheiratet und Vater von vier erwachsenen Töchtern. Ich engagiere mich gerne im Fairen Handel und in der Flüchtlingsarbeit. Religiös bin ich in der kath. Kirche aufgewachsen und fühle mich in der igantianischen Spiritualität zuhause. Der Interreligöse Dialog mit Muslimen, Hindus und Anderen ist mir wichtig geworden, die Ökumene ist mir eine Selbstverständlichkeit.

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